Der Verlagsleiter Dr. Manfred S. Fischer

1949
geb. in Geilenkirchen (Rhld.) am 24. Mai, dem 1. Geltungstag des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland; Mutter: Rheinländerin, Vater: Sachse (aus dem Erzgebirge)
    1968/69
    Wehrdienst in Lagerlechfeld (zwischen Augsburg und Landsberg) und Goch am Niederrhein
    ab 1969
    Studium der Germanistik, Komparatistik (Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft) und Soziologie
    seit 1971
    verheiratet mit Karin Fischer geb. Doverne
    1975
    Magister Artium (M.A.); Hauptfächer: Deutsche Philologie/Linguistik, Komparatistik
    1981
    Promotion zum Dr. phil., Dissertation zur kulturellen und auf Nationen bezogenen Alteritätsforschung
    1976–86
    Wissenschaftlicher Angestellter an der RWTH/Universität Aachen (Lehr- und Forschungsgebiet Komparatistik); unter der Leitung des flämischen Komparatisten Prof. Dr. Hugo Dyserinck, dessen Schüler Manfred S. Fischer ist, Ausbau und Entwicklung des »Aachener Programms der komparatistischen Imagologie«, zu dem nachfolgend in erster Linie Joep Leerssen und Ulrich Syndram zählen. Leersen ist heute Professor für Moderne Europese Letterkunde an der Universiteit van Amsterdam und erhielt 2008 den mit einer halben Million Euro dotierten Spinoza-Preis, auch bezeichnet als »Nobelpreis der Niederlande«); Fischer entschied sich 1990 am Ende seines Forschungsstipendiums der Alexander von Humboldt-Stiftung (Bonn-Bad Godesberg), seine wissenschaftliche Laufbahn zu beenden und nachfolgend die Leitung des 1989 von seiner Frau gegründeten Karin Fischer Verlags zu übernehmen.
    1986–90
    Lehraufträge zur kulturellen Alteritätsforschung und Imagologie (Lehre vom Bild des anderen Landes) an den Universitäten Innsbruck, Duisburg und Aachen
    1987–88
    u. 91–92
    Lektorats- und Projektleiter des Literaturbüros in der Euregio Maas-Rhein (deutsch-französisch-niederländisches Sprachgebiet)
    seit 1987
    Konzeption, Organisation und Gesamtmoderation von Symposien, Tagungen und Lesungen in Zusammenarbeit mit Literaturbüros, Stiftungen, Verbänden, Kulturämtern, Universitätsinstituten, Ministerien und Rundfunkanstalten; u.a.: Konzeption, Organisation, Leitung und Gesamtmoderation von:

    Euregio-Schriftsteller-Kongress (6. Nov. 1993 an der Rijksuniversiteit Limburg, Maastricht/Niederlande);

    Kongress »Mensch und Technik. Literarische Phantasie und Textmaschine« an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (15.-16. April 1988), in Zusammenarbeit mit und gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) des Landes Nordrhein-Westfalen;

    Lyriklesungen in Zusammenarbeit mit dem WDR 5 (Köln)
    1988–90
    Forschungsstipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung (Bonn-Bad Godesberg) im Rahmen des Feodor Lynen-Programms an der Universität Innsbruck
    1989
    Gründung des Karin Fischer Verlags durch seine Frau Karin
    1992
    Übernahme von Verlags- und Lektoratsleitung der Karin Fischer Verlag GmbH (geschäftsführende Gesellschafterin: Karin Fischer)
    1992/94
    Vorschlag- und stimmberechtigtes Mitglied der fünfköpfigen Jury zur Verleihung des Walter-Hasenclever-Preises der Stadt Aachen (Preisträgerin 1992: die spätere Nobelpreisträgerin Elfriede Jellinek; 1994: die deutsch-türkische Autorin Emine Sevgi Özdamar; 2006 erhielt den renommierten Walter-Hasenclever-Preis die spätere Nobelpreisträgerin Herta Müller)
    2005
    Gemeinsam mit seiner Frau Karin Fischer Gründung des deutschen lyrik verlags (dlv) als Imprint-Verlag der Karin Fischer Verlag GmbH

    Veröffentlichungen

    Aufsätze,
    Vorträge
    Seit 1975 zahlreiche Aufsätze und Artikel zur Literatur sowie zur Literatur- und Kulturwissenschaft in internationalen Zeitschriften, Sammelbänden und Zeitungen (z.T. als Übersetzungen in englischer, französischer, polnischer, rumänischer und serbokroatischer Sprache)

    Vorträge seit 1979 an Universitäten in Italien, Österreich, Frankreich, Luxemburg, den Niederlanden und Deutschland

    Bücher

    Autor
    (Auswahl)
    Probleme internationaler Literaturrezeption. Mit Geleitwort von Michel Tournier de l’Académie Goncourt. 168 Seiten. (Bouvier)

    Nationale Images als Gegenstand der Vergleichenden Literaturgeschichte. 254 Seiten. (Bouvier)

    Internationale Bibliographie zu Geschichte und Theorie der Komparatistik, gem. mit H. Dyserinck. 344 Seiten. (Hiersemann; Hiersermanns bibliographische Handbücher, 5)

    »Europa« und »das Nationale« bei Ernst Robert Curtius. 108 Seiten. (Fischer; edition serapion)

    Tausendschönchen. Ein Märchen. 64 Seiten. (Bläschke)

    Gesetze allein garantieren nicht die Freiheit der Literatur. Ein paar Gedanken über Literaturförderung und anderes. Vortrag auf dem 2. Euregio-Schriftstellerkongreß (6. November 1993) an der Rijksuniversiteit Limburg (Maastricht/Niederlande). 28 Seiten. (K. Fischer; 3. Aufl. 1999).

    Europa-Bibliographie. Literatur- und kulturwissenschaftliche Schriften zum Thema »Europa« in der Zeit von 1800 bis 1988. Für die Jahre der Zwischenkriegszeit von 1918 bis 1939 zum Teil ausführlich kommentiert. ca. 544 Seiten. Erscheint demnächst.

    Drei Beiträge zur Vorgeschichte sprachgrenzüberschreitender Literaturbetrachtung: Mme de Stael, Johann Gottfried Herder und Johann Wolfgang v. Goethe. Ca. 160 Seiten. Erscheint demnächst.

    Etwas über Sarah Kirsch. Von »Landaufenthalt« (1969) bis »Erlkönigs Tochter« (1992). Ca. 80 Seiten. Erscheint demnächst.
    Herausgeber
    (Auswahl)
    Emmanuil Roidis: Päpstin Johanna. Roman. Herausgegeben, überarbeitet und mit einem Nachwort (S. 224-233) versehen von M.S.F. 234 Seiten. Mehrere Aufl. (Sachon).

    Mensch und Technik. Literarische Phantasie und Textmaschine. Protokolle der Konferenz an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (15.-16. April 1988), veranstaltet vom Literaturbüro in der Euregio Maas-Rhein und dem Kulturamt der Stadt Aachen. ix, 177 Seiten. (Alano)

    Multatuli: Erzählungen, Parabeln und Ideen des niederländischen Autors. 160 Seiten. Herausgegeben, übersetzt und mit einem Nachwort versehen von M.S.F. (Ullstein; Werkausgaben).

    Die leichten Damen der Weltliteratur. Ein Lesebuch. Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von M.S.F. 320 Seiten. (Ullstein Taschenbuch; Die Frau in der Literatur).

    Der geköpfte Unterleib. Ein Lesebuch. 384 Seiten. Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von M.S.F. (Ullstein Taschenbuch; Die Frau in der Literatur).

    Ich schweife heut im weiten Kleide. Ehrengabe des Karin Fischer Verlags für die Autorin und Künstlerin C. C. Parise. 88 Seiten.

    Am Ortsende wartet der Zauberer. Aachen – Lyrik – Heute. 106 Seiten. (Alano).

    Herausgeber der Reihe edition roter stein (K. Fischer), die 1989 mit einer Originalausgabe von Liebesgedichten Karl Krolows eröffnet wurde und in der 1998 Maria Isabel Barrenos Tugendkreis als Band 1 der Neuen Folge erschien.

    Herausgeber der 1999 gegründeten Buchreihe edition serapion, die wissenschaftlichen Publikationen, vornehmlich essayistischer Natur, vorbehalten ist und sich in der Zeit zunehmender Vermassung und Unterschiedslosigkeit schöner Typographie und Covergestaltung verpflichtet weiß.

    Herausgeber des Deutschen Jahrbuchs für Lyrik; Bd. 1 für das Jahr 2009 erschien 2010.
    Übersetzer
    Aus dem Niederländischen: Louis Couperus: Sprookjes (Märchen)

    Adriaan Roland Holst (genannt »der Prinz der niederländischen Dichter«): Deirdre en de zonen van Usnach (Deirdre und die Söhne von Usnach)

    Zuletzt erschienen: Multatuli: Erzählungen, Parabeln und Ideen des niederländischen Autors. 160 Seiten. Hrsg., übers. u. mit e. Nachw. versehen von Manfred S. Fischer (Ullstein; Werkausgaben).

    Aus dem amerikan. Englisch: Unterhaltungsromane (unter Pseudonym)

Anthologie

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Der deutsche lyrik verlag (dlv) ist ein Imprint-Verlag der
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